Warum es wichtig ist, den Freiburger Film zu fördern

Die Filmszene in Freiburg ist im Aufbruch: Allein in diesem Jahr entstand in der Region eine Vielzahl an Dokumentar- und Spielfilmen, oftmals „Herzblut Filme“ mit hohem Risiko, da mit einem großen Anteil an eigenem Kapital finanziert. Auch die Freiburger Filmszene hat sich verändert, sie ist jung, heterogen und vielzähliger geworden und reicht von der etablierten Dokumentarfilmemacherin bis zum Videoblogger, der aus dem Rucksack dreht und produziert.
Da sich gleichzeitig die deutsche Medienlandschaft in einem rasanten Wandel befindet und sich klassische Verwertungskonzepte und mit ihnen die etablierten Finanzierungsmodelle auflösen, wird es gerade abseits der großen Medienstandorte immer schwieriger, Projekte zu finanzieren oder gar durch sie sein Einkommen zu bestreiten. Die Freiburger Filme, die oftmals mit geringem Budget realisiert werden, brauchen Rückenwind. Hier setzt unsere neu gegründete Initiative Freiburger FilmemacherInnen an.

Unser Ziel

Die Einrichtung einer kommunalen Filmförderung, die dem Freiburger Nachwuchs Starthilfe gibt, als Vermittlung der Bildung Medienkompetenz in einer sich schnell verändernden (Bilder) Welt dient und wichtigen kulturellen Filmthemen in die Welt hilft. Neben den bestehenden städtischen Fördergeldern für Theater, Chöre oder Ausstellungen, sollen auch Filmprojekte Unterstützung erhalten… So kann die Stadt als Standort für Filmschaffende attraktiv bleiben!

Unser Anliegen

  • Das Einrichten eines Fördertopfes für Filmprojekte
  • Ein unkompliziertes, schlankes Antragsverfahren
  • Antragsteller sollten ihren Wohnort in Freiburg haben
  • Einrichtung einer Fachjury zur Vergabe der Fördermittel, die mindestens zwei Mal im Jahr entscheidet
  • Wir möchten empfehlen, das Amt der Jury zeitlich zu begrenzen, um Abhängigkeiten zu vermeiden

OFFENER BRIEF AN DIE FREIBURGER GEMEINDERATSMITGLIEDER

Sehr geehrte Gemeinderatsmitglieder, sehr geehrte Damen und Herren,

angesichts der aktuellen Verhandlungen über den Doppelhaushalt 2017/18 möchten wir von der Initiative Freiburger Film (IFF) nochmals die Gelegenheit nutzen, unsere Position zugunsten der Einrichtung einer kommunalen Filmförderung zusammen-zufassen und Ihnen darzulegen, welche positiven Effekte eine derartige Filmförderung in Freiburg haben kann:

Read more

Initiative Freiburger Film

Wir sind eine Initiative von Freiburger FilmemacherInnen, die sich mit lokalen, überregionalen und aktuellen Themen auseinandersetzen, hier produzieren und mit ihren Filmen weltweit auf Filmfestivals unterwegs sind.

Wir Freiburger sind Kino begeistert!

In keiner anderen Stadt gehen die Menschen so viel ins Kino wie hier. Und auch das „Freiburger Fenster“ des Kommunalen Kinos und der Medienwerkstatt Freiburg, ein Forum, in dem Freiburger Filmschaffende ihre Werke präsentieren, ist regelmäßig ausverkauft. Man spürt einfach den Hunger der BürgerInnen nach Film. Diese Sehnsucht zu stillen ist unser Wunsch – mit Freiburger Filmen für Freiburger und Freiburgerinnen und die Welt!
Geförderte Filmprojekte könnten nach Fertigstellung auf diversen Plattformen präsentiert werden, zum Beispiel im Rahmen einer festlichen Kinopremiere, auf internationalen Filmfestivals und im Internet. Film ist damit immer auch Botschafter Freiburgs in der Welt. Wir appellieren an Sie, die Freiburger Filmkultur zu stärken und den Freiburger Filmschaffenden Rückenwind zu geben!

Events

Im Folgenden möchten wir Sie auf zukünftige Veranstaltungen aufmerksam machen

Die Unerwünschten

Ein Dokumentarfilm von Sarah Moll

Trailer Die Unerwünschten

Ein Leben im Transit. Flüchtlinge aus aller Welt, die illegal eingereist sind oder deren Antrag auf Asyl in Deutschland abgelehnt wurde, finden sich in der Justizanstalt Rottenburg wieder. Ein Gefängnis im Gefängnis, ein Mikrokosmos, der eine letzte Galgenfrist verspricht. Der Dokumentarfilm begleitet sechs Gefangene der Abschiebehaft in ihren letzten Wochen vor der Abschiebung, wie z.B. den jungen Türken Sedat, der davon träumt seine Freundin zu heiraten und den Kurden Kemal, der bereit ist, sein Leben aufs Spiel zu setzen, um nicht abgeschoben zu werden. Ohne „schwarz-weiß“ zu malen verfolgt der Film die Schicksale junger Immigranten, deren Träume keine Chance haben. Zu Wort kommen dabei auch diejenigen, die dafür zuständig sind, Tag für Tag abzuschieben.

09.Mai um 20:00 Uhr

Kulturaggregat Freiburg
Hildastr. 5
79102 Freiburg
www.kultur-aggregat.de/kino-programm

 

Pressestimmen
„…ein bedeutender dokumentarischer Beitrag, der auch unter den zensurähnlichen Vorbedingungen, die dabei einzulösen waren, den Skandal zum sprechen bringt.“ FUNKKORRESPONDENZ, Fr. 17.März 2006

„Überaus positiv, dass sich der Film dem so gängigen wie fruchtlosen Betroffenheitstonfall anderer Reportagen zum Thema verweigert, sondern die Beteiligten selbst zu Wort kommen läßt.“
FRANKFURTER RUNDSCHAU, 16.03.2006

„Dass man, wenn es um die Bedrohung von Demokratie und Menschenrechte geht, nicht erst in ferne Länder reisen muss, sondern dass es sich lohnt, auch einmal vor der eigenen Haustür nachzuschauen, beweist der Film aufs Eindruckvollste“. 
JURY 11.NÜRNBERGER FILMFESTIVAL TÜRKEI / DEUTSCHLAND

Kontakt

Sarah Moll
Kommunikation und Medien e.V.

STUDIO

Stühlingerstr. 8, 79106, Freiburg im Breisgau

EMAIL

info@kommunikation-und-medien.de

TELEFON

Tel. 0761 / 29281973 /-4